ungehört

Der Weg entlang der schweren Stämme,
die jedes Licht in altem Schatten fangen,
den Sommer in die Knie zwangen,
ist weich und moosvoll unberührt.
Wohin mein blaues Herz mich führt
weiß nicht der Weg,
weiß nicht der Tag,
und was mir auf den Lippen lag
gerinnt seit Stunden ungesagt.
Ein Salzsorbet.
Ich reck die Ärmchen,
die längst Arme sind,
nach diesem Himmel
der du niemals bist.
Steh sittsam die Minuten klein,
wo nichts mehr zu erwarten ist.
Dann packe ich mein Funkeln ein.
Und geh.
Den Weg unter den gelben Kronen,
die keinen Laut nach oben leiten,
die nichts von ihrer Macht bestreiten.
Ich bin ein ausgedrehter Ton.

(c)2018 strang

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